Geschlossene Gesellschaft! - Wie Freundschaftsdienste die soziale Korruption antreiben
(Illustration: Gerd Altmann/pixabay) Aus dem Buch: Dieses Buch basiert auf meiner Doktorarbeit in den Sozialwissenschaften. Es war mir wichtig, meine eigenen Erfahrungen und Erlebnisse mit korrupten Strukturen zu verstehen, einzuordnen und zu bewerten. Ich konnte beobachten, dass Männerfreundschaften zwar ein zentrales Merkmal korrupter Beziehungen sind. Dies soll aber keineswegs bedeuten, dass Frauen nicht dazu fähig und bereit sind. Doch stammen die Erlebnisse, welche mich zu meiner Forschung motivierten, aus einer Zeit, in der Männer vielfach noch den Ton angaben. Inzwischen gibt es auch viele Beispiele weiblicher Korruption, beispielsweise bei der Europäischen Kommission, als Ministerinnen der Bundes- und Landesregierungen sowie als Managerinnen in der privaten Wirtschaft. Je begehrter und knapper ein öffentliches Gut, desto mehr korruptes Verhalten – seit der Antike. Doch die Moderne brachte personell und materiell immer besser ausgestattete Staaten hervor. Immer mehr Gü...
